Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen als wichtige Komponente des Brandschutzkonzeptes

Die Installation von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) sind eine wesentliche Komponente des Brandschutzkonzeptes und retten im Ernstfall Leben. Denn der Rauch, der Sicht und Atmung behindert, und die durch den Brand entstehende Wärme werden effektiv abgeleitet. Dies erleichtert im Brandfall die Evakuierung der Menschen im Gebäude, verhindert durch Hitze und Rauch bedingte Panik und reduziert das Risiko von durch Rauch verursachten gesundheitlichen Schäden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die eintreffende Feuerwehr spürbare bessere Sichtverhältnisse vorfindet, um den Brand im Gebäude zu löschen.

J.N. Brandschutz als erfahrener Partner

Als Experten für Brandschutz und Rauch- und Wärmeabzugsanlagen beraten wir Sie ausführlich über die für Ihr Objekt individuell angepassten Brandschutzlösungen. Mit unserer langjährigen Erfahrung und unserer Expertise sind wir Ihr zuverlässiger Partner rund um moderne und leistungsfähige Brandschutzanlagen.

Wir sind für Sie auch nach der Abnahme Ihrer neuen RWA da. Denn eine wichtige Säule unseres Leistungsportfolios ist die Wartung und Instandhaltung der Anlage einschließlich der regelmäßigen Funktionsprüfung und erforderlichen Services.

Einsatzbereiche von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

RWA sind ein fester Bestandteil jedes Brandschutzkonzeptes und sind vor allem im Bereich von Fluchtwegen unverzichtbar. Daher sind sie vor allem in Treppenhäusern zu finden. Aber auch in größeren Hallen und ähnlichen Versammlungsstätten wie beispielsweise große Sitzungssäle sind RWA unverzichtbar.

Alle Details zur Installation einer RWA in großen Hallen regelt die EN 12101. Bauordnungen sowie eventuelle Sonderbauverordnungen und die verschiedenen Brandschutzkonzepte ergänzen die Vorgaben.

Klassifizierung der Rauchabzugsanlagen

Damit eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage Ihre Schutzfunktion in vollem Umfang erfüllen kann, ist ein geregelter Luftaustausch Voraussetzung. Nur dann ist gewährleistet, dass Rauch und Wärme abziehen und saubere Luft nachströmt. Denn wäre dies nicht der Fall, könnte die RWA ihre Schutzfunktion nicht erfüllen. Abhängig davon, ob die natürliche Thermik für die erforderlichen Strömungsverhältnisse ausreicht, wird zwischen zwei Systemen unterschieden.

  • natürliche Rauchabzugsanlagen (NRA)
  • maschinelle Rauchabzugsanlagen (MRA)

Bei der natürlichen Rauchabzugsanlage ist die natürliche Thermik ausreichend und während Rauch und Wärme über spezielle Abluftöffnungen wie beispielsweise Dachkuppeln oder Abluftöffnungen an der Fassade nach oben abziehen, strömt von unten über die Zuluft-Öffnungen frische Luft nach.

Maschinelle Rauchabzugsanlagen

Ist diese natürliche Thermik nicht gegeben, ist maschinelle Unterstützung erforderlich und der Fachmann spricht von einer maschinellen Rauchabzugsanlage (MRA). Hier gibt es verschiedenste Lösungen, die wir Ihnen kurz vorstellen und nach ausführlicher Beratung und Planung für Sie realisieren.

Die maschinelle Rauchabzugsanlage ist immer dann die Anlage der Wahl, wenn auf dem Dach keine natürlichen Abluftöffnungen wie Lichtkuppeln installiert werden können oder Räume im Inneren des Gebäudes entraucht werden müssen. In diesen Fällen ist diese Form einer Entrauchungsanlage eine gute Alternative. Das Herz jeder MRA ist der Brandgasventilator. Er ist auf dem Dach des Gebäudes mit Verbindung in den Innenraum installiert. Der Ventilator saugt die mit Rauch und giftigen Gasen belastete Luft an und führt sie nach außen ab.

Welche Rauchabzugsanlage für Ihr Projekt die ideale Lösung ist, kann erst nach detaillierter Besichtigung der Situation vor Ort geklärt werden. Gerne beraten wir Sie zu diesem wichtigen Thema Ihres Brandschutzkonzeptes.

Weitere technische Lösungen für Rauchabzugsanlagen

Die maschinelle Rauchabzugsanlage ist nur eine Variante von mehreren Möglichkeiten, um den Rauchabzug zu unterstützen. Weitere Varianten sind

  • elektrische Rauchabzugsanlagen - autarke Stromversorgung und Mehrfachnutzen wie Lüften auf Knopfdruck
  • pneumatische Rauchabzugsanlagen - unabhängig vom Stromnetz
  • pyrotechnische Rauchabzugsanlagen - kombiniert Komponenten der pneumatischen und elektrischen Entrauchungsanlage
  • Rauch-Differenzdruckanlagen (RDA), auch Überdruckanlagen

Garagenentrauchung - Rauchabzugsanlagen für Großgaragen

Vor allem Tiefgaragen stellen an die Planung und Realisierung von Rauchabzugsanlagen große Herausforderungen. Denn nicht immer ist eine direkte Verbindung nach außen vorhanden, um den Rauch sowie die in Tiefgaragen vor allem zu Stoßzeigen anfallenden Schadstoffe abzuführen. Aber auch andere Garagentypen erfordern bei der Planung leistungsfähiger Anlagen umfassendes Know-how. Die effiziente und effektive Lösung ist die Kombination aus Ansaug- und Frischluftventilatoren sowie einem Röhrensystem, das die angesaugte Luft abführt.

Wie bei allen Rauchabzugsanlagen gilt auch hier, dass die individuelle Situation vor Ort entscheidet, welches System zum Einsatz kommt.

Aufzugsschacht-Entrauchungsanlage mit elektrischen Systemen

Vor der Ära der Energiewende basierte die Aufzugsschacht-Entrauchung auf einer simplen aber sehr wirkungsvollen Lösung. Im Schachtkopf wurde eine Öffnung integriert, über durch die natürliche Thermik Wärme und Rauch ungehindert abziehen konnten. Ein Nachteil dieser einfachen Lösung war jedoch der nicht unbeträchtliche Verlust an Wärmeenergie.

Um jedoch die Anforderungen der Energieverordnung zu erfüllen, müssen diese Abluftöffnungen zumeist verschlossen werden, um das Entweichen der Wärme zu verhindern. Heute wird die Entrauchung von Aufzugsschächten durch die Installation einer elektrischen Entrauchungsanlage sichergestellt. Dabei handelt es sich um elektrisches System mit eigener Ersatzstromversorgung. Diese stellt sicher, dass sich im Fall eines brandbedingten Stromausfalls die Abzugsklappe öffnet und der Rauchabzug gewährleistet wird. Ein integrierter Rauchsensor löst die Öffnung im Ernstfall aus.

Rauch-Differenzdruckanlagen (RDA) verhindern das Eindringen von Rauch

In der Regel ist immer nur ein Teil eines Gebäudes vom Brand und somit auch von der Rauchbelastung betroffen. Die restlichen Flure und Räume werden durch spezielle Brandschutztüren vor dem Brand und dem dabei entstehenden Rauch abgeschirmt. Diese wichtigen Rettungswege müssen zuverlässig vor dem Eindringen von Rauch geschützt werden.

Daher ist eine Rauch-Differenzdruckanlage ein effektiver und unverzichtbare Komponente Ihres Brandschutzkonzeptes. Denn sie erhöht den Raumdruck im Bereich der Rettungswege und dieser Überdruck verhindert das Eindringen des Rauchs in die abgesicherten Bereiche.

Wärmeabzüge als wichtige Komponente des Brandschutzkonzeptes

Neben dem Rauch stellt im Brandfall die Hitze eine große Gefahr dar. Dadurch können Räume zur Todesfalle werden und zusätzlich befeuert die Hitze den Brand. Spezielle Wärmeabzüge in Form von Wärmeabzugsflächen oder im Brandfall automatisch öffnende Lichtbandklappen oder Dachfenster sorgen für den Abtransport der Wärme. So können vor allem am Dach montierte Lichtkuppeln als Wärmeabzugsfläche dienen, indem sie mit einem Material bestückt werden, das bei Temperaturen unter 300°C schmilzt. Hier gibt es unterschiedlichste Lösungen, die sich ebenfalls individuell an den Gegebenheiten vor Ort orientieren.

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